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Flower Power Party 2011
Part II
22. Oktober 2011 Tammer kelter
 

Summer of 2011…

Der Summer of 69 war einmalig. Viele Ereignisse werden nicht besser durch einen Aufguss. Die besondere Stimmung, die Spontanität… – man geht vielleicht mit Erwartungen zu diesem neuen Ereignis, die sich in der Erinnerung immer höher schrauben und man ist hinterher oft enttäuscht. Ein Zweites Woodstock? Unmöglich! Noch eine Flower Power Party? Okay, warum nicht – ich bin dann doch hin, weil es letztes Jahr sooo schön war. Etliche dachten wohl so wie ich – trotz Verkleidung habe ich sie erkannt. Erfreulicherweise kamen auch viele neue Neugierige – zum Großteil auch die altersmäßig richtigen Veteranen, die im Summer of 69 im perfekten Alter waren um diese Ära bewusst zu genießen. Sie belagerten den bestuhlten Teil der Kelter.

Die Mittelalten und Jungen gruppierten sich um die Stehtische im Innenraum und begnügten sich erwartungsvoll erst einmal mit Musik aus der Konserve. Die Spannung stieg und alle konnten es kaum erwarten, dass es endlich los ging mit der Power.

Es tummelten  sich wieder viele Paradiesvögel im Publikum – Schlaghosen mit farbigem Keileinsatz, bunte Perlen im Haar, lange Strähnen und wilde Locken flogen und quietschbunte Blumenmuster-Shirts und Röcke gab es zu bestaunen. Natürlich auch das allgegenwärtige Peace Zeichen.


Plötzlich dröhnte fetter Motorrad Sound durch die Kelter und Bandleader Uli Krack strampelte auf einem aufgemotzten Custom Fahrrad quer durch die Kelter zur Bühne. Yeah – „Born to be wild“, das war die Glaubenslehre einer ganzen Generation.

Ein gewaltiger Auftakt für diese Flower Power Party Part II. Die Band – ein wilder entfesselter Haufen – alle stilgerecht zurechtgemacht – obwohl auch der Zahn der Zeit an ihr genagt hat. Bandleader Uli, der im vergangenen Jahr noch die Mega Locken wippen ließ, zeigte sich im coolen Kopftuch Look und auch die wilde Haarpracht von Leadsänger Chris Fieber hatte sich in glatte (aber immer noch rebellische) Strähnen verwandelt. Zum Ausgleich hatte sich Chris eine „Tüte“ ins Stirnband gesteckt. Wohltuende Realität – auch Idole unterliegen der Veränderung.

Danach ging es sanfter weiter mit den „Mamas & Papas“ und „Albert Hammond“ und wir wippten zu „California Dreamin`“ und „It never rains in southern California“. Es war ein schöner Mix aus Balladen, Rock und auch Gospel, wie der Welthit von Edwin Hawkins, „Oh Happy Day“. Auch die Melodie von „Blowin` in the  Wind“ hat Boby Dylan von einem alten traditionellen Gospel namens „No More Auction Block“ übernommen und mit seinem Text wurde der Song zur Hymne der Folk-Rock-Bewegung.

 

 

Der zweite Teil begann mit einem Song der Beatles „With a little help from my friends“. Dieses Lied wurde allerdings von den Beatles nie als Single veröffentlicht (vielleicht weil die Lennon/McCartney Version von Ringo Starr gesungen wurde?). Von dem Song gibt es viele Coverversionen. Legendär ist die Fassung von Joe Cocker auf dem Woodstock Festival 1969.

Das Publikum wurde mit jedem Stück lockerer und spätestens als die MusikerInnen sich zwischendurch in die Menge mischten und Sänger Chris mit seinen lockeren Sprüchen und Anekdoten die Stimmung aufheizte war das Feeling vom letzten Jahr wieder da. Die Hände flogen in die Höhe und die Refrains wurden mit gesungen.

Gitarrengott Peter „Jimmy“ Volz (total in sich und die Musik versunken) verzauberte wieder alle mit seiner Gitarre und nicht nur bei „Venus“ gab es zwischendurch Applaus. Daneben Bassist Michi Kochenburger, der ruhende Pol der Band.

Persönlich bin ich auch wieder auf Janis Joplin alias Tanja Stähle abgefahren. Ihre kraftvollen Versionen von „Mercedes Benz“ und „Me and Bobby McGee“ waren wieder eins von vielen Highlights.

Super auch die Chöre die sich nicht nur zu den Stücken von Les Humphries zusammen fanden.

Entspannung fanden MusikerInnen und Besucher zu John Lennon`s „Give peace a chance“. Sie ließen bei einem „Sit In“ die Chakren fließen.

Die Show war wieder ein Knaller und ich war ganz erschrocken als plötzlich Tanja vorne mit ihrem Saxophon stand und als letzte Zugabe die Klänge von „San Francisco“ durch die Kelter schwebten. Seufz, alles vorbei. Ich sag`s mal abgewandelt mit den Worten von John Lennon: … „Oh lets stick to it, evr`ybody`s talking about the Flower Power Party. All we are saying is, give Harmonie a chance“! Vielleicht gibt es ein Drittes Woodstock in der Tammer Kelter.

In diesem Jahr danken wir auch einem großzügigen Sponsor: Der Kreissparkasse Ludwigsburg. Mit ihrer Unterstützung konnten wir den professionellen Techniker verpflichten und in der Pause fand eine Kostümprämierung der drei originellsten Outfits statt. Vielen Dank auch an die zwei jungen Damen der Kreissparkasse, die dem 1. Vorsitzenden Wolfgang Matheis bei der Verleihung der Preise zur Seite standen.

Wir danken natürlich allen Beteiligten für ihre Hilfe und ihr Engagement bei der Ausführung und den Vorbereitungen.

Valentina, Hartmut und Ulli für die Bewirtung, dem geduldigen Hausmeister von der Gemeinde, allen die nicht namentlich aufgeführt sind und allen Gästen die sichtlich Freude an diesem Abend hatten und die Band mit ihrem Applaus für die harte Arbeit langer Monate belohnten.

Besonders gefreut haben wir uns über die Leihgabe des tollen Bikes von Familie Simon.

            Text und Bilder: Ute